Seit den 1920er-Jahren wurden vereinzelt Untersuchungen in Europa sowie den USA mit Modifizierungen unter Verwendung von Gummipartikeln durchgeführt. Der größte Teil der Forschung, der jedoch sehr widersprüchlich ist, wurde in den letzten 15 Jahren in den USA unternommen. Deshalb war das Ziel der Arbeit eine systematische Untersuchung von unterschiedlichen Zugabemengen und Größen der Gummipartikel (recyclierte Altreifen) in verschiedenen Ausgangsbitumen und eine Auswahl dieser Bitumenvarianten hinsichtlich deren Auswirkungen auf die Asphalteigenschaften zu untersuchen. Die Eigenschaften der modifizierten Bitumen wurden mit den konventionellen Prüfungen Nadelpenetration, Dichte und Erweichungspunkt Ring und Kugel sowie mit den weiterführenden Prüfungen Bending Beam Rheometer, Dynamischer Scherrheometer und Kraftduktilität verifiziert.
Für die Bestimmung der Eigenschaften der modifizierten Asphalte wurde der Spurbildungstest durchgeführt sowie das Haftverhalten, die Steifigkeit und Ermüdungsfestigkeit bestimmt. Die Prüfergebnisse der untersuchten Bitumenvarianten bestätigen den Ansatz, dass sich durch die Verwendung von Gummipartikeln bei der Bitumenmodifikation gezielt die Gebrauchseigenschaften des Bitumens beeinflussen lassen. Aus den durchgeführten Bitumen und Asphaltprüfungen lassen sich durch die Modifikation mit Gummigranulat sowohl ein verbessertes Tieftemperaturverhalten als auch eine verbesserte Wärmestandfestigkeit nachweisen.