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49,80 €
ISBN 978-3-8440-6965-5
Paperback
204 Seiten
62 Abbildungen
273 g
21 x 14,8 cm
Deutsch
Dissertation
Oktober 2019
Neuerscheinung
Jens Hambach
Methodik für einen digitalen Verbesserungsprozess im betrieblichen KVP
Entwicklung und problemorientierte Validierung
Der kontinuierliche Verbesserungsprozess (KVP) - japanisch auch KAIZEN genannt - hat seine Ursprünge in der Qualitätsbewegung der 1950er Jahre und wurde von dem Amerikaner W. E. Deming in Japan entwickelt. Vor allem Toyota lebte die KVP- Philosophie sehr erfolgreich vor, so dass der KVP in den 1990er Jahren v.a. in der deutschen Automobilindustrie in Fertigung und Montage eingeführt wurde. Seitdem hat sich sein Einsatz in viele Arbeits- und Wirtschaftsbereiche verbreitet mit dem Ziel, eine Kultur der ständigen Prozessverbesserung zu verankern, die Mitarbeiterfähigkeiten für Verbesserungsprozesse systematisch einzusetzen und die Mitarbeiter selber weiterzuentwickeln.
So gibt es heute in vielen Unternehmen KVP-Teams, die sich regelmäßig treffen, um die Gründe für Abweichungen zu analysieren, Ursachen zu finden, Problemlösungen zu definieren und die Umsetzung von Maßnahmen einzuleiten und zu verfolgen. Die fortschreitende Digitalisierung vieler Prozesse stellt hierfür immer mehr Daten aus dem Wertschöpfungsprozess bereit. Gleichzeitig schaffen Schnittstellen und Endgeräte neue Möglichkeiten der Interaktion zwischen Produktionsprozess und KVP-Team aber auch zur Organisation des KVP-Prozesses selber.
Hier greift die vorliegende Arbeit an, indem sie den KVP-Prozess methodisch nach Phasen und Teilnehmern analysiert und die Potentiale durch den Einsatz digitaler Lösungen herausarbeitet.
Die anschließende Entwicklung der digitalen KVP-Methodik orientiert sich an dem menschzentrierten Entwicklungsansatz nach DIN EN ISO 9241-210 und gestaltet diese aus. Die Anforderungen an die Methodik entstehen durch einen Knapsack-Vergleich von Expertenbewertungen mit den zugehörigen Implementierungsaufwänden für die Softwareumsetzung. Nach der Konzeptionierung der Methodik mit einem BPMN- Gestaltungsmodell, wird diese in einen Usability-Prototypen und schließlich in ein funktionales digitales KVP-Board übertragen, das mehrfach iterativ verbessert wird. Die anschließende Validierung und Evaluierung der Methodik erfolgen in der Prozesslernfabrik CiP des Instituts. Dabei zeigt sich, dass die neue digitale KVP- Methodik die an sie gestellten Anforderungen bezüglich der Usability und dem Lösungsgrad eingangs vorgestellten Probleme erfüllen kann.
Schlagwörter: Produktion; Lean Production; Kontinuierlicher Verbesserungsprozess; KVP; Industrie 4.0; Menschzentrierter Entwicklungsansatz; Delphi; Knapsack; DIN EN ISO 9241-210
Schriftenreihe des PTW: "Innovation Fertigungstechnik"
Herausgegeben von Prof. Dr.-Ing. Eberhard Abele, Prof. Dr.-Ing. Joachim Metternich und Prof. Dr.-Ing. Matthias Weigold, Darmstadt
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