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48,80 €
ISBN 978-3-8440-1240-8
Paperback
196 Seiten
65 Abbildungen
291 g
24,0 x 17,0 cm
Deutsch
Dissertation
August 2012
Neuerscheinung
Catrin Hasse
Blickbewegungen auf Fassaden
Ein Modell über die ästhetische Beurteilung von Architektur
In der Architekturtheorie gibt es eine lange Tradition, Ausgewogenheit als Grundlage einer schönen Komposition anzunehmen. Aber ist die Ausgewogenheit einer Komposition tatsächlich ein wichtiges Kriterium bei der Beurteilung eines Bauwerks? Welche anderen Kriterien spielen eine Rolle? In dieser Dissertation wird ein Modell über den Prozess des ästhetischen Beurteilens von Architektur entwickelt und empirisch getestet.

Dazu wurden verschiedene Fassadenkompositionen über das Entfernen oder Verschieben einzelner Elemente in ihrer Ausgewogenheit manipuliert. Architekten und Nicht-Architekten sollten angeben, wie ausgewogen, dynamisch, schön und interessant sie die Fassaden beurteilen. Dabei wurden ihre Blickbewegungen erfasst.

Das in dieser Arbeit entwickelte Modell zeigt schrittweise auf, wie die Ausgewogenheit einer Fassadenkomposition wahrgenommen, kognitiv weiterverarbeitet und schließlich in ein ästhetisches Urteil übersetzt wird. Über Blickbewegungserfassung werden Prozesse bei der Beurteilung aufgedeckt, welche dem Bewusstsein weniger zugänglich sind. Das Wissen darüber kann Architekten helfen, abzuschätzen, welches Blickverhalten und welche Empfindung – Ausgewogenheit oder Dynamik – mit einer intendierten Fassadengestaltung ausgelöst werden.
Schlagwörter: Blickbewegungen; Augenbewegungen; Architektur; Ästhetik; ästhetisches Urteil; ästhetischer Urteilsprozess; Fassaden; Fassadenkomposition; Ausgewogenheit; Komposition; Wahrnehmung; Architekturwahrnehmung; Architekturästhetik; Schönheit; Beurteilung von Architektur; Modell; Eye Movements; Architecture; Aesthetics; aesthetic judgment; facade; facade composition; balance; beauty
Über die Autorin:
Dr.-Ing. Dipl.-Psych. Catrin Hasse, Jhg. 1978, Studium der Psychologie in Göttingen und Braunschweig, promovierte an der Fakultät Architektur der Technischen Universität Dresden. Seit 2008 ist sie am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt in der Abteilung Luft- und Raumfahrtpsychologie in Hamburg beschäftigt und setzt bei der Erforschung von Wahrnehmungsprozessen die Methode der Blickbewegungsmessung ein.
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