SVN 2010/03 - Promotionsförderung in Deutschland =================================================
Shaker Verlag
2010/03 - #000000#
=================================================
Sehr geehrte Autorin,
sehr geehrter Autor,
am 12. März veröffentlichte die Deutsche
Forschungsgemeinschaft (DFG) gemeinsam mit
dem Wissenschaftsrat die neuen Kriterien für die
dritte Förderrunde der Exzellenzinitiative. Mit der
Fortsetzung des Programms wurde auch das Fördervolumen
um nochmals 30 % auf nun 2,7 Milliarden Euro
bis 2017 gesteigert. Dies bedeutet auch, dass in
weiteren Graduiertenschulen zukünftig mehr Promovierende
von staatlicher Förderung profitieren können.
Wir möchten die aktuelle Entwicklung zum Anlass nehmen,
Ihnen in unserem heutigen Newsletter die vielfältigen
Fördermöglichkeiten einer Promotion in Deutschland
vorzustellen. Denn neben der staatlichen Unterstützung,
die auch nach wie vor nur einem kleinen Prozentsatz der
Doktoranden zuteil wird, besteht für den wissenschaftlichen
Nachwuchs auch die Möglichkeit, seitens privater Stiftungen
oder Institutionen eine finanzielle Förderung in Anspruch
zu nehmen.
Mit freundlichen Grüßen
Shaker Verlag, Aachen
================ Inhalt =======================
1. Staatliche Förderprogramme
1.1 Das Internetportal stipendiumplus.de
1.2 Begabtenförderungswerke
1.3 Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)
1.4 Steuerliche Vergünstigungen
2. Landesgraduiertenstipendien
3. Deutscher Akademischer Austauschdienst (DAAD)
4. Private Stiftungen
5. Ihre Veröffentlichung
6. Neuerscheinungsinformation
7. Ihre Meinung
8. Verteiler Newsletter
================ Inhalt =======================
=================================================
1. Staatliche Förderprogramme
=================================================
Wenn im Zuge der Exzellenzinitiative zukünftig weitere
Graduiertenschulen eingerichtet werden, die mit jeweils
1 bis 2,5 Millionen Euro pro Jahr (insgesamt rund
60 Millionen Euro jährlich) gefördert werden, ist dies
nur ein kleiner Bestandteil der staatlichen Förderung.
Einen großen Teil des Förderungsauftrags übernehmen
zwölf Begabtenförderungswerke, die, meist in Form eines
Stipendiums, Zuschüsse an ausgewählte Bewerber vergeben.
Solche Stipendienprogramme werden, wie auch die
verschiedenen Programme der DFG, wesentlich durch das
Bundesministerium für Bildung und Forschung unterstützt.
=================================================
1.1 Das Internetportal stipendiumplus.de
=================================================
Einen Überblick über Anforderungen und Leistungen der
zwölf Begabtenförderungswerke sowie alle notwendigen
Kontaktinformationen bietet seit Juni 2007 das
Internetportal
http://www.stipendiumplus.de. Dort finden
Sie auch Informationen zu einer Bewerbungskampagne, die
auf die in den letzten Jahren deutlich gestiegenen
Förderchancen (um fast 50 % seit 2006) hinweisen und den
wissenschaftlichen Nachwuchs zu einer Bewerbung motivieren
möchte.
Auf stipendiumplus.de werden die Profile und Vorgehensweisen
der einzelnen Einrichtungen vorgestellt und zu einigen
Werken werden spezifische Angebote für einzelne Zielgruppen
benannt. Zudem kann man sich dort umfassend über die
gemeinsamen Fördervoraussetzungen und die grundsätzliche
Ausrichtung aller Förderungswerke informieren.
=================================================
1.2 Begabtenförderungswerke
=================================================
Zu diesen gemeinsamen Grundsätzen zählt das Prinzip der
Individualförderung. Da die Begabtenförderung auf die
Unterstützung des einzelnen Nachwuchswissenschaftlers
und dessen persönlicher Entwicklung zielt, ist eine
projekthafte Förderung nicht vorgesehen. Alle Einrichtungen
werden an den Hochschulen durch Vertrauensdozenten
vertreten. Neben den fachlichen und persönlichen
Aspekten legen die Werke Wert auf das Engagement der
Stipendiaten in Staat und Gesellschaft.
Aus diesem Grund ist es für den Promovierenden wichtig,
das für ihn geeignete Förderungswerk zu finden, da diese
- mit Ausnahme der Studienstiftung des deutschen Volkes -
entweder einer der demokratischen Parteien oder der
beiden großen Konfessionen, der Wirtschaft oder den
Gewerkschaften weltanschaulich nahestehen und von ihren
Stipendiaten erwarten, dass sie an der Arbeit der Stiftung
interessiert sind und aktiv daran teilnehmen. Im vergangenen
Jahr wurden die elf etablierten Werke um das
Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerk (ELES) ergänzt, das
besonders begabte jüdische Doktoranden unterstützt.
Ein Promotionsstipendium ist zunächst auf zwei Jahre angelegt
und kann u.U. aus fachlichen oder persönlichen Gründen
verlängert werden. Die maximale Laufzeit beträgt vier Jahre.
Die Stipendiaten erhalten - einkommensabhängig -
monatlich 1.050 EUR. Darüber hinaus können eine
Forschungskostenpauschale von 100 EUR, ein Familienzuschlag
von 155 EUR und Kinderbetreuungskosten von 155 bis 255 EUR
bewilligt werden.
Die Begabtenförderungswerke vergeben, was die Zahl, die
Laufzeit und die Stipendienhöhe anbelangt, die meisten
Promotionsstipendien in Deutschland. Die jeweiligen
Internet-Auftritte finden Sie am einfachsten über
http://www.stipendiumplus.de
=================================================
1.3 Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)
=================================================
Auch die Deutsche Forschungsgemeinschaft unterstützt mit
staatlichen Mitteln alle Zweige der Wissenschaft in
Deutschland. Promovenden werden durch Doktoranden-Stipendien
innerhalb von Graduiertenkollegs gefördert. In diesen
befristeten Einrichtungen haben die Doktoranden die Möglichkeit,
ihre Dissertation im Rahmen eines koordinierten, von mehreren
Hochschullehrern getragenen Forschungsprogramms zu erstellen.
Die interdisziplinäre Ausrichtung ist ein besonderes Merkmal
dieser Kollegs. Von den im Rahmen der Exzellenzinitiative
eingeführten Graduiertenschulen unterscheiden sie sich durch
eine engere thematische Fokussierung und eine begrenztere
Teilnehmerzahl.
Aktuell werden insgesamt 216 Kollegs gefördert. Neben den
Stipendien können zusätzlich Mittel für Reisen, Tagungen etc.
beantragt werden. Voraussetzung für ein Stipendium ist ein
überdurchschnittlich gutes Examen. Das Thema der Dissertation
muss zudem zum Thema des jeweiligen Kollegs passen. Die
Förderungsdauer beträgt zwei Jahre plus maximal einem weiteren
Jahr. Die Stipendienhöhe liegt monatlich zwischen 1.000
und 1.356 EUR, hinzu kommt ein Sachkostenzuschuss von 103 EUR.
Zusätzlich zum Stipendium wird seit letztem Jahr eine Kinderzulage
in Höhe von monatlich 400 EUR für ein Kind zuzüglich jeweils 100 EUR
für jedes weitere Kind im Alter bis zu 18 Jahren gezahlt.
Doktoranden, die an einem Graduiertenkolleg teilnehmen möchten,
wenden sich direkt an das betreffende Kolleg, da die Stipendien
von den einzelnen Graduiertenkollegs vergeben werden. Eine Liste
der geförderten Kollegs und weitere Informationen finden Sie unter
http://www.dfg.de/foerderung/programme/listen/index.jsp?id=GRK
=================================================
1.4 Steuerliche Vergünstigungen
=================================================
Kosten, die im Zusammenhang mit der Promotion entstehen,
können seit einem Urteil des Bundesfinanzhofs (BFH) von
2003 als Werbungskosten und damit in unbegrenzter Höhe
steuerlich geltend gemacht werden. Voraussetzung ist der
Nachweis, dass der Erwerb der Doktorwürde für das berufliche
Fortkommen nahezu unentbehrlich oder zumindest von
erheblicher Bedeutung ist und dadurch ein Zusammenhang mit
späteren steuerpflichtigen Einnahmen besteht.
Kann der Nachweis einer beruflichen Veranlassung der
Promotion nicht erbracht werden, zählen die entstandenen
Aufwendungen zu den Ausbildungskosten und können als
Sonderausgaben bis zum Höchstbetrag von 4.000 EUR pro
Kalenderjahr geltend gemacht werden.
Angerechnet werden neben den Druckkosten auch die Kosten
für Semesterbeiträge, Arbeitsmaterialien, Fachliteratur,
Fahrt- und Reisekosten. Eine Auflistung berücksichtigungsfähiger
Positionen finden Sie unter
http://www.manager-magazin.de/geld/geldanlage/0,2828,314770-3,00.html
=================================================
2. Landesgraduiertenstipendien
=================================================
Neben den vom Bund geförderten Stipendienprogrammen vergeben
die einzelnen Hochschulen Stipendien aus Mitteln des
jeweiligen Landeshaushalts. Diese Landesgraduiertenstipendien
beinhalten alle ähnliche Voraussetzungen. Die Stipendiaten
müssen auch hier ein sehr gutes Examen abgelegt haben und
die Dissertation muss einen wichtigen Beitrag für die
Wissenschaft erwarten lassen. Die Förderungsdauer beträgt
in der Regel zwei Jahre und kann in einigen Bundesländern
um ein weiteres Jahr verlängert werden.
Zur Antragstellung wendet man sich an die Hochschule, an
der die Promotion abgelegt wird. Jede Hochschule hat eine
bestimmte Anzahl von Stipendien zur Verfügung und
entscheidet über die Vergabe. Landesgraduiertenstipendien
sind unabhängig von Studienfach und Studienabschluss.
=================================================
3. Deutscher Akademischer Austauschdienst (DAAD)
=================================================
Der Deutsche Akademische Austauschdienst ist eine gemeinsame
Einrichtung der deutschen Hochschulen und wohl die bekannteste
Förderstelle für ausländische Hochschulabsolventen, die zu
einem Forschungsaufenthalt nach Deutschland kommen. Aber auch
Deutsche, die im Ausland Forschungsvorhaben durchführen wollen,
die im Zusammenhang mit ihrer Dissertation stehen, können beim
DAAD Stipendien beantragen. Druckkostenzuschüsse für
Veröffentlichungen der Stipendiaten werden vom DAAD ebenfalls
gezahlt.
Weitere Informationen finden Sie unter
http://www.daad.de
=================================================
4. Private Stiftungen
=================================================
Neben den staatlich getragenen Stiftungen existiert auch
eine Vielzahl privater Stiftungen, die Stipendien vergeben
und Zuschüsse zum Druck von Doktorarbeiten zahlen. Hier
können auch Promovenden eine Unterstützung finden, die die
Voraussetzungen der Begabtenförderungswerke oder der DFG
nicht erfüllen.
Wichtig für die Beantragung eines solchen Stipendiums ist
das Thema der Dissertation. Die privaten Stiftungen fördern
hauptsächlich Themen, die sich mit dem Schwerpunkt der
Stiftung befassen. Neben der thematischen Orientierung
können aber auch andere Aspekte wie der Hochschulort oder
die Hochschule, der Geburts- oder Wohnort des Bewerbers
o.Ä. eine Förderung begründen.
Einen guten Überblick über die forschungsfördernden
Institutionen finden Sie auf der Seite
http://www.stiftungen.org
=================================================
5. Ihre Veröffentlichung
=================================================
Neben der herkömmlichen Buchveröffentlichung
bieten wir Online-Veröffentlichungen sowie
Veröffentlichungen auf CD und DVD an.
Informieren Sie sich über unser Publikationskonzept,
das wissenschaftlichen Autoren viele Vorteile bietet,
unter
http://www.shaker.de/info/
Unter dem Link
http://www.shaker.de/info/ finden Sie
viele Hinweise zum Layout und zur Formatierung. Hier
befindet sich auch eine genaue Anleitung zur Umwandlung
Ihres Manuskripts in eine PostScript-Datei.
Fordern Sie ein unverbindliches Angebot an:
http://www.shaker.de/angebot
Wenn Sie unabhängig von Ihrer wissenschaftlichen
Tätigkeit Interesse an der Veröffentlichung eines
Sachbuchs, eines Ratgebers oder von Belletristik haben,
können Sie dies über unseren Partnerverlag Shaker Media
realisieren.
Unter
http://www.shaker-media.de finden Sie alle
Informationen über das innovative Verlagskonzept.
=================================================
6. Neuerscheinungsinformation
=================================================
Bei uns sind bislang mehr als 20.000 wissenschaftliche
Publikationen namhafter Herausgeber und Autoren einer
Vielzahl renommierter Forschungseinrichtungen erschienen.
Einen Überblick hierüber erhalten Sie auf unseren
Katalogseiten
http://www.shaker.de/Katalog/
Nutzen Sie unseren Neuerscheinungsservice. Wir
informieren Sie monatlich per E-Mail über unsere
Neuerscheinungen Ihres Fachgebiets. Bitte nennen
Sie uns die für Sie interessanten Themengebiete unter
http://www.shaker.de/de/content/newsletter/register.asp?RID=000000&eMail=eMailAdresse
oder per E-Mail an mailto:info@shaker.de
=================================================
7. Ihre Meinung
=================================================
Teilen Sie uns Ihre Meinung zu unserem Newsletter mit.
Sind die Themen für Sie interessant? Werden die Inhalte zu
ausführlich oder zu kurz dargestellt? Haben Sie spezielle
Themenwünsche oder Vorschläge, was wir genauer darstellen
sollen?
Wir freuen uns über Ihre Anregungen, Lob und Kritik unter
mailto:newsletter@shaker-online.com
=================================================
8. Verteiler Newsletter
=================================================
Unser Newsletter erscheint monatlich und behandelt
Themen für Autoren und Herausgeber aus Wissenschaft
und Forschung.
Falls Sie sich nicht angesprochen fühlen und die
weitere Zusendung nicht wünschen, streichen wir Sie
aus dem Verteilerkreis.
Klicken Sie dazu einfach auf den folgenden Link:
http://www.shaker.de/de/content/newsletter/register.asp?RID=000000&eMail=eMailAdresse
Oder Sie informieren uns durch eine kommentarlose
Rücksendung unseres Newsletters an newsletter@shaker-online.com
Beachten Sie bitte, dass wir zum Löschen Ihrer Adresse
unbedingt Ihre ID #000000# benötigen. Dies erreichen
Sie, wenn Sie uns den gesamten Newsletter zurücksenden.
(C) Copyright Shaker Verlag GmbH
Alle Rechte, auch das des auszugsweisen Nachdruckes,
der auszugsweisen oder vollständigen Wiedergabe,
der Speicherung in Datenverarbeitungs-
anlagen und der Übersetzung, vorbehalten.
Dieser Newsletter wurde herausgegeben vom
Shaker Verlag, Aachen
Für weitere Fragen: info@shaker.de
=================================================
Shaker Verlag GmbH
Kaiserstr. 100
52134 Herzogenrath
Postfach 101818
52018 Aachen
Tel: 02407 / 9596-0
Fax: 02407 / 9596-9
eMail: info@shaker.de
Internet:
http://www.shaker.de
=================================================
Abmeldung Newsletter
Schicken Sie uns dazu einfach den Newsletter kommentarlos zurück oder
klicken Sie auf den folgenden Link:
http://www.shaker.de/de/content/newsletter/register.asp?RID=000000&eMail=eMailAdresse
siehe auch Punkt 8: Verteiler Newsletter
=================================================